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HimmelsschNebra Ans 0

Wem gehörte die Himmelsscheibe von Nebra? Erstaunliches zu einem unglaublichen Fund.

Ein Vortrag von Dr. Bernd Zich, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. -Am Dienstag, den 26. Oktober um 20 Uhr im Foyer der Volksbank Uelsen. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Sternwarte Neuenhaus bzw. dem Astronomischen Verein der Grafschaft Bentheim e. V. ausgerichtet.

Die Zeit der Himmelsscheibe von Nebra ist die frühe Bronzezeit, 2.300 bis 1.600 v. Chr. Die Region des heutigen Mitteldeutschlands ist der wirtschaftliche Motor für weite Teile Europas. Dort kommt es durch günstige Voraussetzungen zur Herausbildung einer Elite, die ein Netzwerk errichtet, das schließlich ganz Europa umfasst. Vor diesem Hintergrund entwirft Prof. Zich ein konkretes Bild der mächtigen Besitzer und Nutzer der Himmelsscheibe von Nebra - heute einer der prunkvollsten Funde im Landesmuseum  für Vorgeschichte in Halle. Dazu stellt er das Objekt und weitere Funde in Beziehung zu den naturräumlichen Gegebenheiten, analysiert die sozialen Strukturen und regionalen Sitten der Menschen des ersten mitteleuropäischen Metallzeitalters, die der Aunjetitzer Kultur angehörten - und er kommt zu überraschenden Ergebnissen, was es mit der Himmelsscheibe für eine Bewandtnis hat...

Fundstelle der Himmelsscheibe


< Die wissenschaftliche Nachgrabung am Fundort, nachdem die beiden Raubgräber diesen endlich preisgegeben hatten. In der Bildmitte ist als dunkle, scharf abgesetzte Verfärbung die Grube zu erkennen, die die Raubgräber angelegt hatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Person: Bernd Zich studierte an den Universitäten Kiel, Zürich und Berlin-West Vor- und Frühgeschichte, Ethnologie und Anthropologie. Er promovierte 1991 an der Freien Universität Berlin mit dem Thema "Studien zur regionalen und chronologischen Gliederung der nördlichen Aunjetitzer Kultur" und trat im selben Jahr seinen Dienst im Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein an. 1998 wurde er wissenschaftlicher Leiter der Ochsenweg gGmbH in Schleswig. Seit 1997 nimmt er verschiedene Lehraufträge an den Universitäten Kiel, Flensburg, Halle und Leipzig wahr. 2004 wechselte er zum schleswig-holsteinischen Archäologischen Landesmuseum Schloss Gottorf. Bernd Zich ist seit 2007 Leiter der Abteilung Landesmuseum für Vorgeschichte im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Halle.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Frühbronzezeit Mitteleuropas, das Neolithikum Nordeuropas (mit dem Schwerpunkt Megalithik) und die Altwegeforschung.