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Steinbohrer, Wasserstelle und Lehmbackofen im Haus

Im Außenbereich wurde im Frühling eine offene Wasserstelle angelegt. Außerdem ergänzt seit Juni ein Steinbohrer die experimentellen Möglichkeiten. Im November wurde schließlich ein zweiter Backofen im Wohnteil des Hauses fertiggestellt

Zwar gibt es keine direkten archäologischen Nachweise, wie ein solcher Steinbohrer ausgesehen hat. Fest steht aber, dass schon seit der Mittelsteinzeit (also schon vor 10.000 Jahren!) Steinbohrer benutzt wurden und dass damit zumindest seit der Jungsteinzeit (d. h. seit  rund  6000 Jahren) wahrscheinlich auch Holz für Bauzwecke durchbohrt wurde. Das Prinzip ist recht einfach: Eigentlich handelt es sich um einen Schleifvorgang. Ein Holunderstab wird als "Bohrkrone" benutzt, Schleifmittel ist Sand - oder noch besser fein gestoßene Feuersteinbröckchen, die ja scharfkantig und sehr hart sind und deshalb den weicheren Werkstein schneller abschleifen. Dabei entsteht also eine Hohlbohrung, und übrig bleibt ein Bohrkern. Solche Bohrkerne - und auch halb durchbohrte Steinäxte - sind tatsächlich auch schon gefunden worden und belegen: So ähnlich muss es gewesen sein!

Wasserstellen sind dagegen in prähistorischen Siedlungen öfter nachgewiesen worden - sie wurden ja in die Erde eingetieft und blieben so erhalten. Neben fast immer vorhandenen Brunnen ergänzten sie die Wasserversorgung des Hofes; waren erstere mehr für sauberes Trinkwasser gedacht, lieferten die Wasserstellen eher Brauch- und Tränkwasser.

Backofen im HaupthausUm beim Backen weniger von der Witterung abhängig zu sein, haben wir zusätzlich zu dem Außenbackofen einen zweiten, kleineren Backofen im Wohnteil des Haupthauses gebaut. Er wird aber auch als weitere Wärmequelle neben dem Herdfeuer dienen.