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Die Dexter sind zurück!

Den Winter standen sie ja auf einer anderen Weide und sollten nun, am Samstag nach Ostern wieder zurück auf den Bronzezeithof - rechtzeitig zum Sasionstart. Damit uns und vorallem den Tieren nicht langweilig wurde, haben wir einen kleinen Umweg durch Uelsen genommen und sind nach einigen Mühen gesund angekommen...

Start des "Almauftriebs"

molkereiUm 14Uhr trafen wir uns bei der Winterweide, bepackten unsere Rucksäcke mit Möhrrüben und bereiteten uns seelisch auf die Aufgabe vor. Nein, geistige Getränke gab es da noch nicht, mussten erst noch was tun und die Tiere einfangen. Mit von der Partie waren Friedrich Hessels (er ist unsere Weidenachbar bzw. seine Hühner und Enten leben mit den Kühen auf der gleichen Weide und Stall; Friedrich leitete Moruk), Albert Holthuis (ein guter Bekannter von Geert, hat sich spontan bereit erklärt Hannes zu führen), Geert Vrielmann (bekam Isabel) und Derk-Jan Elbert (mußte Emma steuern). Dazu kam noch Ulla Wigger mit Enkel Eike, er hat uns lautstark mit einem Midwinterhorn unterstützt.

Die ersten paar hundert Meter rasten die Tiere quasi ins Dorf und das, obwohl sie die Strecke noch gar nicht kannten. Besonders Friedrich hatte mit Moruk zu kämpfen, dem Temperamentbündel der Truppe. Die Kühe und da Emma wussten wohl schon wohin es ging und legten ein ziemlich flottes Tempo vor. Kurz vorm Kreisel bei Lidl führten wir sie zu den Bäumen und dort beruhigten sie sich ein wenig, fraßen sogar etwas Gras und wir genehmigten uns eine kleine Pause. Danach ging es auf dem Fahrradweg Richtung Ortsmitte, diesmal nicht ganz so schnell. Später wechselten wir die Straßenseite und ließen die Dexter auf dem alten Molkereigelände grasen. Hätte die Zeitung mitgespielt, hätte man uns dort schon am 1.April gesehen, weil der Bronzezeithof nämlich fast dorthin umgezogen wär - theoretisch.

kircheApropos Zeitung: irgendwie hat die Redaktion von unserer Aktion gehört und Gerold Meppeling erwartete uns bereits in Uelsen. Die Fotos sind übrigens alle von ihm und wir dürfen sie hier verwenden.

Von der ehemaligen Molkerei ging durch die Stiege beim ev. Gemeindehaus zur großen Kirche. Die Regenrinne mit Blechgitter im Pflaster war Emma nicht geheuer und nur mit viel Zureden und etwas schubsen ging sie drüber hinweg. Hatte die Emma eine Hürde genommen kamen die anderen automatisch hinterher. Es war  nicht die einzige Regenrinne, zuletzt sprangen sie über sie hinweg. Das allein war ein tolles Bild und den Aufwand Wert.

Pause bei der Kirche

Auf dem Marktplatz hatten wir eine Pause geplant zur Fütterung der Tiere. Die Menschen, die dort auf dem Bus warteten, kam es schon sehr komsich vor: so viele Kühe mitten in Uelsen und der Bus kommt gleich... Auch die Menschen, die wir unterweg trafen, hatten meist nicht viel Zeit. Bei denen, die uns trotzdem ein Stück lang begleitet haben bedanken wir uns herzlich. Besonderer Dank an Kaja Reinink, sie hat uns mit ihrem Rad den ganzen Weg begleitet. Hallo und vielen Dank, Kaja ;)

marktplatzMöhrrüben gab es für die Rinder und Schnaps für die Führer: so wie es sich gehört! Davon machen wir eine Tradition, zur Not auch ohne Kühe! (*grins*) Und nächstes Jahr laufen wir nicht, sondern setzen uns auf den Karren und lassen uns von den Ochsen ziehen. Dann können wir auch unterwegs trinken...

Nach der Stärkung ging es weiter die Höcklenkamper Straße hoch und hinterm Friedhof lang. Mit einem Mal steigt Emma die Böschung hoch, kommt oben bei der Windmühle an, schaut sich um und bemerkt, daß ihre Herde nicht mitkommt und will mit Karracho wieder nach unten. Waren wohl ein paar Karotten zuviel...

 

Am Ziel

Der Rest des Wegs ist schnell vergangen, die Tiere wurden langsam müde und wollten nur noch auf eine Weide. Wir zogen am Waldbadhotel und  Blekkerhof-Cafe vorbei. Dort war gerade der Taubenzüchterverein zu Besuch und hat sich über den Anblick sehr gefreut.

Angekommen auf der Weide toben die Tiere wie bekloppt auf der Weide, brülllten die Schafböcke auf der Nachbarweide an und kamen erst mit Heu und Möhrrüben zur Besinnung.

Für uns wurde der Abend dann noch länger bei ein, zwei (Kasten) Bier.

Sasionstart

Der folgende Sonntag war sehr gut besucht und wir denken und hoffen, der Almauftrieb hatte daran seinen Anteil.

windmühle

Fotos von Gerold Meppeling