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stochbrot1

Zweitausendundzwölf war schon ein besonderes Jahr: vom Schwangerschaftstest bei Emma und Isabel zum Saisonstart über die Bronzezeitage bis zur Geburt der Kälber.

Der Nutztiertag und das Fest der lebendigen Archäologie, die Ferienpass-Aktion und weitere Urnen-Untersuchungen auf dem Landesamt für Denkmalpflege in Oldenburg, der Denkmaltag, der Bau eines neuen Backofens, unserem Betriebsausflug nach Assen und der "Almabtrieb". Außerdem der Weihnachtsmarkt und viele Pläne fürs neue Jahr.

Der Januar fing schon genial an, indem Jürgen uns den Flugroboter-Film seiner Freunde zuschickte. Gemacht wurde der Film Anfang Oktober 2011 und zu sehen ist er auf der Startseite dieser Website oder direkt bei pfeilYoutube.
TU UltraschallIn der zweiten Januarwoche hatten Emma und Isabel einem Termin bei der Tierärztin Anke Cras, die sich im Arbeitskreis vor allem um die Rinder kümmert. Also die beste Voraussetzung sie die Kühe untersuchen zu lassen. Anke hat ihnen fachfraulich die Gebärmutter befühlt. Und ja, da wuchs etwas. Wir hätten sie auch mit Ultraschall untersuchen lassen können, und dann hätte das vielleicht so ausgesehen...

Im Februar bekam Facebook dann Besuch von uns und seitdem haben wir dort einen Account. Schaut dort vorbei und die Daumen hoch!

Ja, und im März kurz nach der Tag- und Nachtgleiche hatten wir wieder Besuch, und zwar am 23. vom Schamanen Andreas Wesemann. An dem Abend hat Andreas eine Feuerzeremonie durchgeführt, die er von einer Schamanin aus Sibirien gelernt hatte. Mehr als 40 Menschen haben dabei mitgemacht und den Frühling und die Geistwelt begrüßt. Den Bericht findet ihr unter pfeil"Start in eine neue Saison".

Dieser Start in die neue Saison fiel ausgerechnet auf den 1.April, wir waren zwar alle zum Scherzen aufgelegt. Aber es gab auch so viel zu tun. Schließlich war der Bronzezeithof eine Station des Grafschafter Anfietsen (Auftaktveranstaltung zur Radfahrsasion). Bericht siehe oben.

backofen3Der Mai war katastrophal: es war nichts und nicht zu berichten! Naja, außer, das diese Webseite einen neuen Anstrich bekommen hat. Eigentlich war es keine Absicht, aber durch unglückliche Umstände z.B. durch ein mißglücktes Update des CMS (Content Management System = ein Programm, um Inhalte mit wenig Aufwand zu veröffentlichen). Die Homepage war danach nicht mehr zu erreichen, das Programm nicht mehr auf den vorherigen Stand zu bekommen und so kam es zu einem neuem Layout. Aber mit den gleichen super Inhalten wie vorher.

Es gibt aber doch noch mehr zu berichten: ja, wir hatten den Lions Club Grafschaft Bentheim zu Gast. Und es hat ihm sehr gut gefallen. Ihre niederländischen Mitglieder bekamen ein frisches Dinkelbrot mit auf dem Weg. Auf dem Bild sehen wir Matthias beim Entnehmen der Brote.

Oh, du schöner Juni. Wir waren ja schon gespannt wann Emma und Isabel endlich kalben. Ihre Bäuche wurden immer dicker, besonders Emmas Bauch nahm riesige Ausmaße an. Bei ihr freuten wir uns schon auf Zwillinge (evtl.). Anke meinte schon im Januar, dass die Kälber unterschiedlich weit entwickelt sind. Das könnte bedeuten die Kühe wurden mit einigen Wochen Unterschied tragend und es gab schon die ersten Wetten, welche Kuh zuerst kalbt. Bei Emma war es schon sehr deutlich. Isabels Bauch kam da nicht mit. Obwohl sie hochtragend waren ließen sie sich gerne anleinen und durch die Landschaft führen.

Und im Juni waren sie natürlich wieder da, die pfeilBronzezeitage: ein gut besuchtes Fest mit vielen Darstellern - mehr als sonst - mit einer mehr als tollen Stimmung.

Teilnehmer Bronzezeittage Originalfarbe und Rauchhaushalt

Im zweiten Bild ist der fertige Stoff vom Webstuhl und ein Knäuel der Wolle zu sehen, aus der er gewebt wurde. Der Farbunterschied ist leicht auffällig: jahrelanger Rauch hat diesen Stoff geprägt und zu dem Stoff gemacht, der hier zu sehen ist. Inzwischen wurde er gewaschen und ist wieder auf dem Bronzezeithof, aber farblich hat sich nicht viel geändert, beim Geruch schon eher - es riecht (inzwischen roch) nicht mehr nach Rauch.

Ah, endlich, der Juli - Halbzeit oder Bergfest des Jahres. Bei uns ging es jetzt erst richtig los, pausenlos, es überschlugen sich die Ereignisse und eins schöner als das Andere. Am 9. brachte Emma den pfeilHannes zur Welt, am Tag konnte man es ihr schon ansehen, dass sie Kalben wollte, aber ihre Wehen liefen anscheinend falsch herum, nämlich von hinten nach vorn. Jedes mal wenn sie zur Ruhe hinlegte, sprang sie Sekunden später wieder auf. Nach einer Gabe eines homöopatischen Mittels wurde es schnell besser und sie konnte endlich ruhig liegen bleiben. Da sich aber auch Isabel zu ihr hinlegte, hat keiner mehr an eine schnelle Kalbung geglaubt. Es kam natürlich anders, eine dreiviertel Stunde später war Hannes da. 8 Tage später auch pfeilMoruk! Von Isabel wurden wir echt überrascht, hat sich nichts anmerken lassen und kalbte ohne Probleme. Beide Kühe kümmerten und kümmern sich vorbildlich um ihre Söhne. Sie sind DAS pfeilEreignis auf dem Bronzezeithof.

In diesem Monat haben auch die ersten Schulklassen im Haus übernachtet: eine Handvoll Schüler, die abends anreisten und verschiedene Dinge erledigen mussten/konnten/durften. Wie Kühe mit frischem Gras füttern, Korn mahlen oder Holz hacken. Im Haus wurde eine Geschichte aus dem Buch "Moruk. Eine Geschichte aus der Bronzezeit" von Anne Sulies vorgelesen und bis die Schüler schliefen verging meistens Mitternacht. Für das Bentheimer Jahrbuch hat Michael Wesemann genau über eine dieser Übernachtungen berichtet. Vielleicht dürfen es auch auf hier auf der Website veröffentlichen, aber wir haben noch nicht beim Verlag gefragt. Darum bitte erst im Jahrbuch nachlesen. Und das genannte Buch natürlich auch kaufen (Bezugsquellen siehe Fußnote).

Apropos Übernachtungen: wie im letzten Jahr wohntenTatjana und Andreas, Daniel und Maja aus Göttingen mehrere Tage hier und haben das Leben auf dem Bronzezeithof total bereichert. Andreas siedete Birkenpech und zeigte uns später seine Methode, Feuer zu machen. Tatjana hat uns das Brettchenweben gezeigt. Sie blieben bis zum Fest der lebendigen Archäologie. Viele Grüße nach Göttingen.

Der Grafschafter pfeilNutz- und Haustiertag in Uelsen und unser pfeilFest der lebendigen Archäologie fielen auf das gleiche Wochenende, aber wir wollten beide Veranstaltungen "mitnehmen". Ließen aber offen, dass wir dem Nutztiertag absagen, falls die Kälber für einen Auftritt zu jung wären. Hannes war zu dem Zeitpunkt alt genug und wir hatten ihn bereits öfter am Führstrick. So war es klar, dass wir mit Emma und Hannes zum Nutztiertag fuhren und Isabel mit Moruk auf dem Hof blieb. In 2013 kommen wir wieder, mit einem Gespann, wahrscheinlich aus Kuh und Kalb.

KuhherdeIm August konnten wir endlich ein wenig Atem schöpfen: es waren Ferien. Trotzdem blieb es auf dem Bronzezeithof lebhaft, die pfeilFerienpass-Aktion stand an und in Oldenburg wurden wieder Urnen untersucht. In einer wurden sogar Bronzeteile gefunden und die von einen Armreif sein können. Torsten Seifert möchte uns eine Replik schmieden und zur Verfügung stellen. 

So langsam mussten wir uns mal überlegen wie es mit unserer Dexterherde weitergeht. Sollen Maß nehmen für ein GeschirrTiere abgegeben werden und wenn ja welche oder behalten wir sie einfach. Ein großer Traum ist ein Ochsengespann, dass den Holzkarren durch Uelsen zieht. Nur ist die Weide auf dem Gelände und die vom Blekkerhof gepachtete viel zu klein für vier Rinder. Die endgültige Zusage hatten wir im September: wir können eine größere Weide ganz in der Nähe des Bronzezeithofes mibenutzen und so haben wir zumindest die Chance auf ein Gespann.
Nur was nehmen wir: ein Joch? Einzel- oder Doppeljoch? Am Kopf oder Widerrist? Aber tut das Ochsen nicht weh und wollen die das überhaupt? Dann kam die Lösung: Jan Hetkamp hat von unserem Problem gehört und stellte uns ein Widerristsiel vor. Dieses funktioniert ähnlich wie ein Widerristjoch, allerdings sind alle Teile aus Leder und gepolstert. Das Teil sieht einem Hundegeschirr ähnlich, ist also einfach zu bauen. Für das rechte Maß des Geschirrs haben wir Emma und Moruk vermessen.

Wir brüteten lange über ein neues Logo für unsere Namensschilder und an einem lauen Sommerabend saßen wir am Backofen und wälzten Bücher. Die Bücher handelten von Felszeichnungen aus Tanum in Schweden. Eine Zeichnung gefiel uns besonders gut, aber leider stellte sie keinen zwei-, sondern einen vierrädrigen Wagen und auch keine Rinder als Zugtiere dar. Also haben wir den Wagen verkürzt und Rinder angespannt.

DenkmaltagDer September brachte auch uns den bundesweiten Denkmaltag. Thema war "Holz" und da hat der Bronzezeithof viel zu bieten: Holz spalten, hacken oder verbrennen. Zeigen konnten wir auch Flechtwerkherstellung und Teller schnitzen. Im Haus wurden verschiedene Arten von Holzverbindungen erklärt. Abends besuchte uns Kater Ramses vom Nachbarhof und holte sich Streicheleinheiten ab.

Was sonst im September auf dem Bronzezeithof geschah, kannst du in diesem Bericht nachlesen: pfeilGoldener September.

Bronzezeit-Kleidung in AssenUnseren jährlichen Ausflug machten wir dieses Jahr im Oktober und zwar nach Assen zum Drents Museum. Das Museum wollten wir schon letztes Jahr wegen deren Wikinger-Ausstellung besuchen, aber da war die Ausstellung noch nicht fertig. Mit zwei Bullis fuhren wir los, das Museum in Assen war relativ schnell gefunden, nur der Parkplatz nicht.
Aber die Suche lohnte sich, es ist ein sehr modernes Museum mit vielen Räumen und einer Abteilung zur Bronzezeit. Die wurde natürlich zuerst besucht und aus dieser stammt auch das Bild rechts. Die neueste Mode von gefühlte 1000 v. Chr. bis vermutlich 2013 n. Chr., denn wir wollen uns davon für Nachbildungen inspirieren lassen. Bundschuhe in der Art wird es wohl bald auch auf dem Bronzezeithof geben.
An den Wänden standen Vitrinen und in Tischvitrinen waren viele Bildschirme auf denen man sich kleine Filme ansehen konnte. Ganz in der Ecke war auch ein Film zur Töpferei zu sehen wie Gefäße geformt und dann gebrannt wurden. Die Brennmethode war besonders interessant, denn da wurden die Töpfe auf flachem Boden zu einem Kegel gestapelt, Holz dazwischen und drum herum gepackt, Grassoden drauf und abgebrannt. Da gibts keine so großen Probleme mit Bodenfeuchtigkeit wie bei den Grubenbränden auf unserem Hof. Fast alle haben den Film gesehen, nur Michael nicht und wir versuchten verzweifelt zu erklären, was wir darin gesehen hatten. Ich glaube, es blieb beim Versuch. Aber die Methode hat einen Namen: Meilerbrand! Wer hätte das gedacht. Und ein paar Fotos zum Meilerbrand hat Scotelingo auf ihrer Website, also gerade die Gruppe, die bei uns Ende Juli Sachsen-Darsteller waren. Das ist doch ein Ding, oder?

Ein besonderes Ding war auch der Besuch unser Kühe auf: pfeilfremde Weiden. Eine Wiese im Ort sollte geweidet werden und so zogen wir morgens zu dritt die Kühe und Kälber nach Uelsen und abends wieder zurück.

Mit den Kühen hatten wir im November noch mal Spaß, da wurden sie nämlich hoch offiziell vom Bronzezhof zur pfeilWinterweide geführt. Fast der ganze Arbeitskreis war dabei, wenn möglich in bronzezeitlicher Kleidung. Vorher gabs einen Schnaps (und nachher auch), die Kühe und Kälber wurden angeleint, der Holzkarren mit Heu und Möhren beladen und los gings. 

Im Dezember waren wir auf dem Weihnachtsmarkt in Uelsen. Unser Zelt hatte einen sehr guten Standort und die Brote, die Matthias am Tag zuvor gebacken hat, gingen weg wie warme Semmeln. Im nächsten Jahr wollen wir auf dem Markt einige Brote live backen mit einem kleinen und mobilen Lehmbackofen.

 

Externe Links:

Das pfeilBuch Moruk von Anne Sulies

Bilder vom pfeilMeilerbrand auf dem Sachsenhof.