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Startseite Bronzezeithof Uelsen

Isabell

Ein Neues Jahr ist ein Neues Leben! Auf den Bronzezeithof trifft das mit Sicherheit zu.

Überall sprießt das Grün - Mensch und Tier leben zusammen mit ihm auf. Begonnen hat alles mit einer schamanischen Zeremonie ...

Schamane Andreas Wesemann war zu Besuch
Am ersten April starteten wir in eine neue Saison
An dem Tag öffneten wir unsere Vorratsgrube mit Äpfel
Die Rinder werden weiter verwöhnt!

Unser Schamane Andreas hatte sich viel vorgenommen und am 23. März zu einem Feuerzeremoniell eingeladen. Passend zum Frühlingsanfang soll die Geistwelt beschwichtig werden, es Frühling werden zu lassen.

Dazu versammelten sich etwa fünfzig Personen auf dem Rasen zwischen Stelzenspeicher und neuem Werkstattgebäude in großer Runde um die Feuerstelle. Zuerst erklärte Andreas wie es zu schamanischen Feuerritualen kam und warum es so viele davon gibt. Die Menschen wollten schon immer der Geistwelt etwas zurückgeben. Sie scheiterten, weil die Geister Materielles nicht fassen kann. So wurde nach Wegen gesucht die Gaben umzuwandeln und eine Verbrennung ist ein möglicher Weg. Andreas machte deutlich, dass es auf viele Details ankommt (siehe Kasten).

Um viele Geister und Mächte einzuladen, hat das Feuer vier Schichten: unten die Basis, damit das Feuer gut brennt. Die nächste Schicht steht für die Unterwelt, also die Welt unserer Ahnen. Es folgt die Mittelwelt, in ihr leben wir - dazu gehören auch alle Elementarwesen und zum Schluss die Oberwelt, hier sind die großen Geister zu Hause wie Sonne, Mond oder Sterne.
Mit weißer Nahrung werden die Geister eingeladen.

Gegeben bzw "geopfert" wurden weiße Lebensmittel wie Käse, Milch, weißes Brot. Alles Dinge, die unter hohem Aufwand herzustellen und somit kostbar sind. Außerdem spiegelt die Farbe Weiß Reinheit wider. Nachdem einige der Teilnehmer das Feuer entzündet haben, spielte Andreas die Trommel. Durch das Trommeln werden die Geister gerufen und man verbindet sich  aber auch mit ihnen: Andreas spürt die Kraft und richtete seine Bewegungen nach ihr.

Am Höhepunkt der Feuerzeremonie (Khamlanye), wenn die Kraft am dichtesten ist, gab es eine Heilungszeremonie für die Anwesenden. Dabei ging er von Mensch zu Mensch und er leitete mit Gesang und Trommel die Kraft der Khamlanye zum Scheitel über das Kronenchakra zum Menschen. 

Nach der Pause sang Andreas ein Lakóta-Segenslied für alle Menschen und beantwortete im Anschluss Fragen der Teilnehmer zum Schamanismus.

 

Unser offizieller Saisonstart fiel auf den 1. April, zeitgleich mit einer größeren Veranstaltung in Uelsen - dem 4. Grafschafter Anfietzen. Fietzen ist Plattdeutsch und heißt Fahrrad, anfietzen gibt es so nicht im Plattdeutschen. Es bedeutet mit dem Anfietzen beginnt die Fahrradsaison.

Der Bronzezeithof war mit einem eigenen Stand im Dorf unter der großen Kastanie vertreten. Leider war genau hier der wohl kälteste Platz von ganz Uelsen. Kalter Nordwind blies um den massiven Kirchturm herum. Anja hatte uns ein Zelt aufgebaut und Geert und Wim den zweirädigen Karren vom Hof mit Honigmet, Brot und Geräten beladen und zur Kirche gezogen.

KarrenWimGeertseitl

Wim und Geert unterwegs zum Stand an der Kirche

 

Fahrradfahrer erreichen den Bronzezeithof

Etwa zur gleichen Zeit kamen etwa sechzig Personen mit Fahrrädern beim Bronzezeithof an. Zuvor hatten wir Bananen, Müsli-Riegel und Getränke gestellt bekommen, die wir nun an die Gäste verteilen. Als besondere Aktion öffneten wir die im letzten Herbst die mit Äpfeln gefüllte Vorratsgrube. Äpfel atmen Kohlendioxid aus und sollten sich durch ihre Ausgasungen in der luftdichten Grube selbst konservieren. Leider hat es bei uns nicht funktioniert. Wahrscheinlich ist der Standort einfach zu nass und drei Eimer voll Apfelmatsch waren die traurige Ausbeute. Gut dass wir nicht wirklich in der Bronzezeit leben. Es gab aber zwei Gewinner: Emma und Isabell, für sie retteten wir eine Hand­voll Äpfel.

pfel

Das Bild zeigt die Grube ein paar Tage später. Bilder vom frisch geöffneten Lager sind unter Verschluss :)

 

Ins Grün am Gründonnerstag

emma Mindestens einmal pro Woche führen wir unser Kühe aus. Sie sind sehr von Teichen begeistert und steuern diese besonders gerne an. Zumal es dort meist frisches, saftiges Gras zu äsen gibt. Obenstehend fragt sich Emma: "Wohin geht es heute?". Diesmal waren zu dritt, Jan war mit dabei und jeder hatte zufällig eine Kamera in der Hand. An Bildern mangelt es nicht mehr :)

 

fussgnger

Auf dem Weg zur nächsten Wasserstelle: einem Teich hinter dem Abenteuer-Spielplatz in Uelsen. Die Tieren erregen viel Aufmerksamkeit, einige hörten zum ersten Mal vom Bronzezeithof, dass unsere Rinder tragend sind und ein Besuch des Bronzezeithofes im Sommer Pflicht ist.

 

wasserstelleDa sind wir schon! Nach einer kurzen Verfolgungsjagd eines Hundes, vielen Stopps bei lecker aussehendem Gras und schnuppern an allerhand Zeugs. Also in einer halben Stunde hatten wir 500m geschafft. Der Fotograf war natürlich mit einem Einbaum unterwegs.



emma am wasser Emma an einem Wasserloch in der Nähe des großen Teiches.



 

 

rckwegNach einer Stunde waren wir wieder an der gleichen Stelle. Auf dem Bild kann man nicht erkennen, dass links der Abenteuer-Spielplatz ist und dort zu der Zeit mehrere Skater etwas Lärm machten. Die Kühe haben einige Zeit gebraucht sich daran zu gewöhnen und es war schwierig sie zum vorwärts laufen zu bewegen.

spielplatzEigentlich ist dies Bild noch vom Hinweg. Man kann den Spielplatz gut erkennen.

 

 

gartenZurück auf dem Bronzezeithof: im Vordergrund ist  Bärlauch zu sehen und in diesem Jahr besonders gut wächst (ob die Geistwelt ihre Finger im Spiel hatte?). Auf dem Beet wächst neben Bärlauch der Gute Heinrich, Schöllkraut, Wermut, Ackerkohl, diverse Taubnessel, Knoblauchsrauke, kleine Sauerampfer, Johanniskraut und vereinzelt Emmer.

 

 

 

neueracker

Der neue Acker direkt beim Eingang. Anfang März wurden auf der vorderen Hälfte Saubohnen gelegt. Eine frühe Aussaat verringert Probleme mit Bohnenläusen. Unsere Erfahrung vom letzten Jahr ist: dass es auch bei einer späten Aussaat kaum Probleme mit Schädlingen gab. Wir verwenden Bio-Saatgut und verwerten auf den Flächen den Kuhmist vom Emma und Isabel.

Am 100. Tag des Jahres wird auf der restlichen Fläche Faserlein gesät. Das ernten und weiterverarbeiten von eigenem Flachs wird noch ein interessantes Projekt in diesem Jahr.